Wissenswertes

judoDie zwei Prinzipen des Judo

Jigoro Kano (28. Mai 1860 – 4. Mai 1938) hat das Üben, Trainieren und Anwenden vom Judotechniken zwei Prinzipien untergeordnet, die alle Judoaktionen bestimmen.

Das technische Prinzip (Sei-Ryoku-Zen-Yo)

Das erste Prinzip beschreibt ,wie man die Judotechniken ausführen soll und wie man sich im Kampf zu verhalten hat. Es kann mit >> Bester Einsatz von Körper und Geist >> oder >>Bester Einsatz der vorhandenen Kräfte >> umschrieben werden. In der Praxis können u.a. folgende technisch – taktischen Grundsätze diesem Prinzip zugeordnet werden:

  • Ausnutzung der Bewegung des Gegners und des eigenen Schwungs
  • Anwendung der Hebelgessetze
  • das eigene Gewicht mehr einsetzen als die eingene Kraft
  • den Gegner studieren und Schwachpunkte nutzen

Das moralische Prinzip (Ji-Ta-Kyo-Ei)

Das zweite Prinzip Jigoro Kano hebt Judo über eine bloße Zweikampfsportart hinaus und lässt es zum Erziehungssystem werden. In der Übersetzung kann man dieses Prinzip als >> Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitigen Wohlergehen >> (Kurz : Gegenseitiges Helfen und Verstehen) übersetzen. Anwendung dieses Prinzip unter anderem daran erkennen, dass

  • Tori die Kontrolle über die Fallübung von Uke ausübt
  • alle Übenden miteinander trainieren und kein Partner zum Üben abgelehnt wird
  • beim Üben von Judotechniken und beim Randori Rücksicht auf Alter, Geschlecht, körperliche und technische Entwicklung des Partners genommen wird und wechselseitiges Erfolgerlebisse ermöglicht werden
  • jeder Übende bereit ist, für sein Handeln und für die Gruppe Verantwortung zu übernehmen.

(Auszug aus Judo Lernen, Verlag Dieter Bor)