Verantwortungsbürgerin im TuS Ebstorf

Meine Tätigkeit als Verantwortungsbürgerin im TuS Ebstorf endet zum Ende des Jahres. Es war eine schöne und spannende Zeit. Ich habe viele nette Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kennenlernen dürfen.
Besonders bleibt mir ein kleiner Junge in Erinnerung. Er hat sich hier toll entwickelt und viele Fortschritte gemacht. Seine Eltern, die aus Syrien geflüchtet waren, lernten beide schnell Deutsch, fanden Arbeit und zogen dann weiter in die Großstadt.
Auch viele nette Gespräche in der damaligen Kleiderkammer und beim Kaffee im Mehrgenerationenhaus in Ebstorf bleiben mir in Erinnerung. Die Geschichten der Flüchtlinge über ihre Flucht waren teils interessant und teils war ich echt über die langen Wege erstaunt. Außerdem haben mich einige Sachen auch wirklich sprachlos gemacht.
Ich habe auch über meinen Spielenachmittag der Integration und Migration viele Menschen kennengelernt. Gerade in der damaligen „großen Flüchtlingswelle“, waren sie plötzlich da. Wir verstanden uns mit „Händen und Füßen“. Auch bei meinem integrativen Judobodenturnier lernte ich viele Menschen mit Fluchterfahrung kennen. Daneben auch einige, die eine Beeinträchtigung hatten.
Bei den Menschen aus Afrika half uns Herr Hausschild beim Übersetzen. Vielen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle.
Aber auch ohne Sprache funktionierte die Verständigung irgendwie.
Viele der ehemaligen Flüchtlinge mussten und wollten dann irgendwann nach Uelzen ziehen oder durften leider nicht bleiben. Aber immer, wenn wir uns über den Weg laufen in Uelzen, sprechen wir kurz miteinander. Zwei der Jungs, die ich kennengelernt habe, machten eine Ausbildung und ihren Deutschen Führerschein.
Auch der Kontakt nach Uelzen zum Mitternachtssport war immer super. Selbst unsere Jugendlichen vom Judo waren Feuer und Flamme und haben den Jungs dort etwas Judo beigebracht, bzw. mit den Jungs gerangelt. Den Mädels wurde durch meinem Mann Selbstverteidigung beigebracht und durch den Schwimmkurs für Erwachsene erlernten einige nach anfänglichen Schwierigkeiten das Schwimmen. Danke hierfür bei Sebastian und dem Waldemar Ebstorf.
Bedanken möchte ich mich bei Guido Wrage, dem Leiter des Mehrgenerationenhaus Ebstorf, der mir in der Zeit immer mit Rat und Tat zur Seite stand und mit dem ich auch viele Aktivitäten in der Zeit zusammen geplant und durchgeführt habe. Unter anderem ein mehrtägiges Fahrradtraining für Migranten.
Außerdem auch bei Frau Förster, die damals die Kleiderkammer leitete und bei den Verantwortlichen des TUS Ebstorf , die mir die Stelle im Verein ermöglichten.
Ich konnte einiges lernen und habe ein kleines Netzwerk aufbauen können. Im Bereich Judo bin ich weiter für alle Fragen und Aktivitäten offen.
Mit meinen Ideen möchte ich mich gerne weiter im Mehrgenerationenhaus engagieren.

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